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I.

Strategie

Wir sind der festen Überzeugung, dass es als Investor unverzichtbar ist, eine Strategie zu verfolgen und an dieser langfristig festzuhalten, wenn man planbar Erfolge erzielen möchte. Ohne Strategie sind Investments eher Stückwerk mit Glücksfaktor. Es gibt sicherlich mehrere unterschiedliche Strategien, die bei guter Ausführung erfolgreich sein können. Wir denken dabei zum Beispiel auch an Value-, Wachstums- oder Tradingstrategien.

Wir möchten die verschiedenen Strategien an dieser Stelle nicht bewerten, unser Ansatz ist jedoch ein anderer. 

Darüber hinaus sehen wir einen fundamentalen Unterschied zwischen „echten“ Investments und Spekulation. Für uns sollte ein Investment einen verlässlichen Ertrag generieren, Kurs- oder Preissteigerungen unterliegen oft auch irrationalen, nicht planbaren Faktoren und gehören daher nicht zu unseren primären Investmentzielen.

 

Dividenden-Wachstums-Strategie

Wir verfolgen seit ca. 2015 die Dividenden-Wachstums-Strategie (Dividende-Growth-Investing). Der Fokus liegt bei dieser Strategie in aller erster Linie auf einem verlässlichen, möglichst steigenden Einkommen. Total Return Erwägungen spielen eine sehr untergeordnete Rolle, da wir im Regelfall planen, unsere Unternehmensanteile sehr langfristig zu halten – im besten Fall für immer – und an künftige Generationen weiterzugeben. Dies gilt grundsätzlich natürlich auch für unsere Immobilieninvestments.

Im Folgenden möchten wir etwas näher auf die Dividenden-Wachstums-Strategie und unsere  persönliche Interpretation und Grundsätze zur Ausführung eingehen.

 

Anlagehorizont & Ziel

Der Zeithorizont spielt bei der Dividenden-Wachstums-Strategie auf jeden Fall eine bedeutende Rolle. Sie ist für „get-rich-quick“ Gedanken definitv ungeeignet. Es geht darum, am langfristigen Erfolg von Qualitätsunternehmen teilzuhaben, insbesondere durch die regelmäßig ausgeschütteten Erträge (Dividenden). Hinzu kommt, dass die möglichst schnelle Re-Investition dieser Erträge enorm dazu beiträgt, dass der Zinses-Zins-Effekt seine volle Wirkung entfalten kann.

Bevor wir in ein Unternehmen investieren, erfolgt eine gründliche Recherche und Analyse zu Geschäftsmodell, der Historie und den Zahlen der Firma. Darüber hinaus ist es für uns wichtig, dass wir – nach dem Grundsatz von Warren Buffett – möglichst gut verstehen, in was wir investieren. „Stay in the circle of your competence“ (Warren Buffett).

Das International Income Portfolio (IIP) ist weit davon entfernt, „fertig“ zu sein und wird kontinuierlich optimiert. Einige wenige Aktien in unserem Portfolio bestehen allerdings schon aus der Zeit vor 2015 und können auch als „Altlasten“ bezeichnet werden.

Ziel ist es mit dem International Income Portfolio (IIP) ein diversifiziertes Depot an Unternehmensanteilen aufzubauen, welches verlässliche Erträge generiert und auch Krisenzeiten überstehen kann.

 

Analysekriterien

Die nachstehenden Kriterien/Punkte stehen für uns bei einer Analyse von Unternehmen im Vordergrund.

  • Dividenden-Rendite bevorzugt im Korridor von 3,5%-6,5%
  • Solide Dividenden-Historie, über die letzten 10 Jahre und länger, möglichst eine signifikante Dividenden-Wachstumsrate p.a.
  • Wie verhält sich das Unternehmen in einer Krise – erfolgt eine Dividendenkürzung bei ersten Anzeichen von Schwierigkeiten?
  • Pay-Out-Ratio zwischen 35%-75% (mit Ausnahme von REITs und BDCs)
  • Nachhaltiges Gewinnwachstum und gute Zukunftsaussichten des Geschäftsmodells – Ein „Burggraben“ ist dabei natürlich von Vorteil
  • KGV-Historie und Vergleich mit Wettbewerbern
  • Shareholder value Orientierung des Managements
  • free cash flow
  • Verschuldungsgrad (Net debt/EBITDA Ratio)
  • Sicherheitsmarge

Für die finale Bewertung des Unternehmens werden die genannten Kriterien allerdings nicht starr und schematisch angewendet. Wenn ein grundsolides Unternehmen im Einzelfall bei ein oder zwei dieser Punkte leicht abweicht, fällt es nicht automatisch aus dem Raster. Entscheidend ist das Gesamtbild, welches sich aus der Analyse ergibt.

 

Diversifikation

Bei der Asset Allocation – der Zusammenstellung des Porftolios mit Einzelwerten – ist unserer Meinung nach eine Diversifikation über verschiedene Branchen, Länder und Währungen grundsätzlich wichtig. Sie trägt einerseits zur Risikominimierung bei, und  andererseits lässt sie die Möglichkeit steigen, Chancen aus den unterschiedlichsten Sektoren zu nutzen. Allerdings sollte die Diversifikation auch nicht dazu führen, dass man eine riesige Anzahl an kleinen Positionen anhäuft, bei der es schwer ist, den Überblick zu behalten und die dazu führt, dass nur durchschnittliche Ergebnisse erreicht werden können.

Die genaue Anzahl der Unternehmen im Portfolio hängt dabei natürlich auch von dem Gesamtvolumen ab, eine bestimmte Zahl als Obergrenze haben wir nicht. Unser International Income Portfolio wird jedenfalls um Kern-Werte (Core-Holdings) aufgebaut, in die das meiste Geld fließt, weil wir überzeugt sind, dass diese Werte langfristig die besten und sichersten Investments für eine Income-Strategie sind. Darüber hinaus nehmen wir als Beimischung auch einige HighYield- oder HighGrowth-Werte in das International Income Portfolio auf, wenn das Chance/Risiko Verhältnis positiv ist.

 

II.

Mindset

 

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Mindset – Eine richtige Einstellung zum Umgang mit Geld, zu Investments, zu Sparsamkeit sowie die Motivation, ein Ziel erreichen zu wollen, sind unserer Ansicht  nach  mindestens ebenso wichtig wie eine Strategie.

Eine positive Grundeinstellung mit dem Motto: „Geht nicht, gibt’s nicht!“ ist dabei jedenfalls von großem Vorteil. 

Wie oben dargestellt, ist die Dividenden-Wachstums-Strategie auf einen langen Zeithorizont angelegt, womit Eigenschaften wie Geduld und Beharrlichkeit eine nicht unwesentliche Rolle spielen. Auf dem Weg zum Ziel – der Finanziellen Unabhängigkeit – wird es Rückschläge geben. Es werden verschiedenste Schwierigkeiten auftreten, sei es ein geringeres zur Verfügung stehendes Investmentkapital, unvorhergesehene und unvermeidbare Ausgaben, persönliche Rückschläge oder andere negative äußere Einflüsse. Diese Phasen zu meistern und an seiner Strategie festzuhalten erfordert  ein nicht geringes Maß an Durchhaltevermögen.

Ganz wesentlich ist darüber hinaus auch die Einstellung in Bezug auf Geld und Konsumausgaben, insbesondere dann, wenn das monatliche Einkommen die wesentliche Quelle des Investment-Kapitals darstellt. Sich vor Augen zu führen, dass Sparen für Investments kein Verzicht darstellt, oder die Lebensqualität verringert, sondern jeder investierte Euro ein weiterer Schritt zur Finanziellen Freiheit ist, hilft ungemein dabei, seine Sparquote hoch zu halten. Wenn man vor jedem Kauf/Ausgabe kurz inne hält und prüft, ob es sich um etwas handelt, dass man wirklich braucht, oder es nachhaltige Dinge sind, an denen man lange echte Freude hat, ist dies ein großer Schritt in die richtige Richtung. Der Satz „It all comes down to the savings-rate“ fasst es ganz gut zusammen.

Weitere Eigenschaften wie Disziplin, und der unbedingte Wille zum Erfolg sind selbstverständlich auch von Bedeutung. Wer Ausreden sucht, warum kein oder nicht genug Geld fürs Investieren übrig ist oder wer überall nur unüberwindbare Schwierigkeiten sieht, wird in aller Regel nicht weit kommen bzw. kaum die Dividenden-Wachstums-Strategie erfolgreich anwenden können. Für eine solche Grundhaltung gilt der Satz: „Dann hast du es auch nicht wirklich gewollt“!

Von Nachteil ist es auch, wenn man Bedenken so in den Vordergrund stellt, dass es eine Ausrede ist, nicht zu investieren. Jedes Investment stellt natürlich auch ein gewisses Risiko dar, wobei Nichtstun ebenfalls eine Garantie für signifikante Verluste durch Inflation ist. Nicht ewig zu zögern oder zu hadern, sondern mit Tatkraft zu handeln, macht erfolgreiche Investoren aus. „Just do it“, der Werbeslogan eines internationalen Sportartikelherstellers passt hier unserer Meinung nach gut! – Fehler gehören dazu und bringen einen weiter, wenn man daraus lernt.

Nicht zuletzt gehören auch psychologische Aspekte zu den Faktoren, die erfolgreiches Investieren ausmachen. Unter dem Stichwort „Behavioural Finance“ gibt es dazu eine Fülle von Facetten und Literatur, auf die wir an dieser Stelle aber nicht in der Tiefe eingehen wollen. Ein zentraler Punkt ist es aber, zu verstehen, dass der Markt nicht zu jeder Zeit den echten Wert von Unternehmen in den Aktienkursen abbildet, sondern auch von teilweise irrationalen Faktoren wie Angst, Euphorie, Gier oder Panik beeinflusst wird. 

Der Satz von Warren Buffett: „I’d be a bum on the street with a tin cup, if the markets were always efficient“, drückt es bildlich aus.

Wenn man sich selbst hinterfragt und sich bewusst macht, dass man auch mehr oder weniger diesen Emotionen unterliegt und sich nicht für den perfekten, eiskalten, rationalen Investor hält, dann ist die Wahrscheinlichkeit größer, keine schweren Fehler zu machen und diese Emotionen zumindest größtenteils zu kontrollieren.

Slow and steady wins the race!

 

Wir wünschen allen Lesern viel Erfolg beim Investieren und Freude auf dem Weg zur Finanziellen Unabhängigkeit.

 

Vielen Dank für den Besuch bei Dividende-um-Dividende!

 

Hinweis

Die vorgenannten Ausführungen stellen ausdrücklich keine! Kauf/Verkaufsempfehlung dar. Sie spiegeln lediglich unsere Meinung wider und sollen zur Anregung eigener Recherche dienen. -keine Anlageberatung-

Investments sind immer auch individuell zu betrachten und nicht jedes Investment passt zum Risikoprofil jeder Person.

 

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