Johnson & Johnson

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Stand: 19.10.2019

 

Wer im Bereich des Dividend Growth Investing aktiv ist, stößt unweigerlich früher oder später auf das Unternehmen Johnson & Johnson. Die Firma aus dem Pharma-Sektor ist der Inbegriff von Verlässlichkeit und Qualität, insbesondere wenn es um die Dividendenzahlungen geht. Seit 57! Jahren in Folge hat JNJ die Dividende erhöht. Eine zweifellos herausragende Leistung. Ein Indikator, dass die Dividendenzahlungen auch in Zukunft angehoben werden können, ist die moderate Pay-Out-Ratio von 44%. Es ist also noch „Luft“ nach oben.

Johnson & Johnson stützt sich dabei im Wesentlichen auf drei große Geschäftsbereiche: Pharmaceuticals, Medical Devices und Consumer Products. Im 3. Quartal 2019 sahen die Zahlen der einzelnen Bereiche wie folgt aus:

 

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Quelle: JNJ Investor Presentation

 

Die Qualität von Johnson & Johnson ist dem Markt natürlich nicht verborgen geblieben mit der Folge eines seit Jahren mehr oder weniger stetig steigenden Aktienkurses. Diese Tatsache macht es nicht ganz einfach, einen geeigneten Zeitpunkt für den Einstieg bei JNJ zu finden.

Zitat Warren Buffett: „Es ist wesentlich besser ein wundervolles Unternehmen zu einem fairen Preis zu kaufen, als ein faires Unternehmen zu einem wundervollen Preis.“ Diese Aussage trifft unserer Meinung auf JNJ zu.

Es ist nicht immer so einfach, dies in der Praxis umzusetzen, wenn man zwischen vielen guten Investmentmöglichkeiten -bei einem begrenzten Kapital- auswählen muss. Aus diesem Grund befindet sich Johnson & Johnson auch noch! nicht in unserem Portfolio.

Wie ist die Lage bei JNJ aktuell?

Zur Zeit steht JNJ wegen einiger Prozessrisiken in den Schlagzeilen.

  • Prozess (Sammelklagen) um angeblich krebserregendes Baby Puder, der schon einige Zeit läuft. Am 18.10.2019 hat JNJ bekannt gegeben, dass sie in den USA eine Charge des Baby Puders zurückrufen, weil die US-Gesundheitsbehörde in einer Flasche Spuren des Weißasbestes Chrysotil gefunden hat.
  • Prozess um Opioid-Schmerzmedikamente, bei dem diverse US Bundesstaaten JNJ auf Schadensersatz verklagen. – JNJ hat ganz aktuell 4 Millarden US Dollar als Vergleichssumme vorgeschlagen.
  • Prozess um Medikament gegen Depressionen, bei dem ein erstes Urteil JNJ zu 8 Milliarden Dollar Schadensersatz verurteilt hat. JNJ hat Berufung angekündigt.

Diese Prozessrisiken sollte man sicherlich nicht unterschätzen und im Falle einer hohen, gerichtlich bestätigten Schadensersatzverpflichtung dürfte der Kurs von JNJ kurzfristig/mittelfristig nachgeben, was man bei den aktuellen Meldungen zu den Gerichtsverfahren auch erkennen kann. Grundsätzlich sind  wir aber der Ansicht, dass JNJ langfristig diese Hürden nehmen und mögliche Belastungen verkraften kann.

Ebenfalls sollte man sollte man die Vorstöße der US-Regierung zur Regulierung und Reduzierung der Medikamentenpreise im Blick haben.

Die Quartalsergebnisse im Q3 2019 bestätigen einmal mehr, dass JNJ die Erwartungen der Analysten übertrifft. Das Net-Income betrug 4,83 Mrd. US-Dollar (+22,9% Y/Y), der Gewinn pro Aktie (EPS – non GAAP) betrug 2,12 $ (+3,4% Y/Y). Die folgende Grafik zeigt noch einmal die Verteilung nach Segmenten.

 

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Quelle: JNJ Investor Presentation

 

Fazit

Johnson & Johnson ist unserer Meinung nach ein grundsolides Basisinvestment im Bereich der Dividenden-Strategie. Auf dem derzeitigen Kurs-Niveau, bei einer Dividendenrendite von 2,98% und den Prozessrisiken beobachten wir vorerst und warten mit dem Einstieg. Sollte der Kurs allerdings weiter signifikant fallen und sich das Chance/Risiko Verhältnis verbessern, sehen wir gute Möglichkeiten zum Aufbau einer Position.

 

Hinweis

Die vorgenannten Ausführungen stellen ausdrücklich keine! Kauf/Verkaufsempfehlung dar. Sie spiegeln lediglich unsere Meinung wider und sollen zur Anregung eigener Recherche dienen.

Der Beitrag wurde mit der größtmöglichen Sorgfalt erstellt. Eine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben kann allerdings nicht übernommen werden.

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